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Deutsches Rotes Kreuz
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Jugendrotkreuz
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Empfehlung des Jugendrotkreuzes und des Deutschen Roten Kreuzes zum Thema „Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) durch Kinder“
Zum Hintergrund
Zurzeit bestehen in den ausbildenden Hilfsorganisationen keine Vorgaben des Mindestalters von Kindern zur Teilnahme an Erste-Hilfe-Kursen. Dies schließt auch ein, dass es keine Vorgaben dazu gibt, ab wann ein Kind die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen darf.
Die Arbeitsgruppe JRK und Schule hat eine Empfehlung zum Thema „Herz-Lungen-Wiederbelebung durch Kinder“ entwickelt. Der Bedarf einer solchen Empfehlung wurde schon beim Austauschtreffen Schularbeit 2007 formuliert. Diese Empfehlung wurde mit dem Team Bevölkerungsschutz/Rettungswesen im DRK-Generalsekretariat fachlich abgestimmt und auch die Ständige Konferenz der Landesärzte im DRK hat sich in seiner Sitzung am 08.11.2008 mit dieser auseinandergesetzt und sie für gut befunden.
Quelle
Empfehlung stammt aus dem "Rundschreiben Team 23 Nr. 2-23-050-2009 HLW durch Kinder" vom 28.10.2009
Empfehlung
Das JRK/DRK empfiehlt die Vermittlung der Herz-Lungen-Wiederbelebung durch Kinder in der Regel für Kinder ab dem 10. Lebensjahr, da
- die Kinder in der Regel erst in diesem Alter körperlich dazu in der Lage sind, die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchzuführen. Wenn sie jünger sind, fehlt ihnen häufig die Körperkraft für eine ausreichende Herzkompression.
- Kinder in der Regel erst in diesem Alter ein Verständnis für den Ablauf einzelner Komponenten im Gesamtablauf der Herz-Lungen-Wiederbelebung haben.
- eine Auseinandersetzung mit den Themen Leben und Tod in der Grundschule stattgefunden hat.
- Kinder in diesem Alter negative Erfahrungen, wie beispielsweise dass die Reanimationsmaßnahmen nicht erfolgreich waren, besser verarbeiten können als jüngere.
Ausnahmen
Sollte es beispielsweise jüngere Kinder geben, die sich bereits als Juniorhelfer/-in
engagieren und diese interessiert an der Herz-Lungen-Wiederbelebung sind, kann man sie auch schon früher daran heranführen. Allerdings muss dies pädagogisch gut begleitet werden und es sollte eine qualifizierte Auseinandersetzung mit dem Thema „Tod“ stattfinden. Im Falle einer Reanimation muss in jedem Fall eine qualifizierte Nachbereitung erfolgen. Dabei ist es sinnvoll, die Notfallseelsorge sowie den schulpsychologischen Dienst einzubeziehen. Diese sollte man ruhig auch schon im Vorfeld einbeziehen.
Grundsätzlich ist es sinnvoll, Kindern die Herz-Lungen-Wiederbelebung zu vermitteln,
- da sie leicht für neue Themen zu begeistern sind.
- da Kinder „keine Angst“ bzw. keine Vorbehalte gegenüber Neuem haben.
- da Kinder ernst genommen werden wollen und „vollwertige“ Ersthelfer/-innen sein wollen.
- da Kinder sich schon früh daran gewöhnen zu helfen und Erste Hilfe für sie etwas „normales“ ist.

